Verschollenes wieder neu entdecken
Leider wird vieles vergessen. 

Friedrich Bernhard.

Friedrich Bernhard gilt als der bekannteste Auswanderer aus Heiligenrode.
Um das Jahr 1885 verließ er seine Heimat in Richtung Amerika, wo er finanzielle Erfolge erzielte. Im Jahr 1922 überwies er als Zeichen seiner Dankbarkeit einen beträchtlichen Geldbetrag an die Gemeinde Heiligenrode, mit dem Ziel, die Armut vor Ort zu lindern. Die Gemeinde entschied jedoch, das Kapital für den Bau eines größeren Gemeindehauses (Bürgermeisteramt) an der Kasseler Straße 26 einzusetzen.
Es ist anzunehmen, dass nicht die gesamte Spende hierfür verwendet wurde, denn einem Protokollbuch des Handwerkerverbandes aus dem Jahr 1927 zufolge wurden „die Zinsen der Bernhard-Stiftung von 600 Mark an die Bedürftigsten der Gemeinde verteilt“. Daraus lässt sich schließen, dass der verbleibende Betrag angelegt wurde und Zinserträge generierte.


Die Gemeinde Heiligenrode bedankte sich mit einer Tafel mit der Inschrift:
DEM STIFTER DIESES HAUSES HERRN FRIEDRICH BERNHARD
AUS GRANTWOOD BERGEN COUNTY STATES OF NEW JERSAY U. S. A.
DIE DANKBARE GEMEINDE HEILIGENRODE

Die Tafel ist auf einem unscheinbaren Stein montiert. Der steht an der Hausecke des Gebäudes in der Kasseler Straße.
Wie es den Auswanderern in der „neuen Heimat“ ergangen ist, kann nicht eindeutig geklärt werden. Möglicherweise gibt es private Recherchen in Familienchroniken.
Da keine Chroniken zu finden waren, wurde das Projekt eingestellt. Es entstand keine Broschüre