Geschichtsverein Niestetal e.V.

 

Literaturempfehlungen

zur

Geschichte

 

Zusammengestellt von Werner Bauer

 

Wenn man sich mit Geschichte beschäftigt, kann man sehr schnell süchtig werden und will immer mehr wissen. Diese Sucht ist jedoch ziemlich ungefährlich und lässt sich auch sehr leicht befriedigen. Die richtige Literatur hilft dabei ungemein. Ich gebe Ihnen hier einige subjektive Lektüre-Empfehlungen – ohne Anspruch auf Vollständigkeit. Die gekennzeichneten Texte sind von Amazon übernommen.

 

 

 

 

 

  1. Nachschlagewerke                                                                                                     
  2. Wie studiere ich Geschichte (nicht nur für Studenten)                           
  3. Standardwerke zur Deutschen Geschichte und Technikgeschichte         
  4. Führer zu Kunstdenkmälern      
  5. Literatur zum Thema „Bombardierungen im 2. Weltkrieg“
  6. Literatur zum Schlieffen-Projekt                                                           

 

 

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1.         Nachschlagewerke

 

Zum Einstieg in die Geschichte hier zwei Nachschlagewerke, die sich sowohl vom Preis wie auch vom Umfang her sehr stark unterscheiden. Es liegt bei Ihnen, wie umfangreich Sie es wissen wollen.

Beide sind uneingeschränkt empfehlenswert

 

·   dtv-Atlas zur Weltgeschichte 1. Von den Anfängen bis zur Französischen Revolution. (Taschenbuch)

          von Hermann Kinder (Autor), Werner Hilgemann (Autor)          

           Preis: € 10,- , Verlag: dtv, 2003

 

       

·         dtv - Atlas Weltgeschichte 2. Von der Französischen Revolution bis zur Gegenwart. (Taschenbuch)

           von Hermann Kinder (Autor), Werner Hilgemann (Autor), Manfred Hergt (Autor)

 

            Preis: € 11,- , Verlag: dtv, 2005

 Aus der Amazon.de-Redaktion
Sie beginnt mit dem Leben in der Steinzeit vor rund einer halben Million Jahren und endet im ereignisreichen Jahr 1990, in dem neben vielem anderem die DDR der Bundesrepublik Deutschland beigetreten ist -- die Geschichte der Menschheit, die der dtv-Atlas „Weltgeschichte" in zwei Bänden vermittelt.. Dazwischen liegen Aufstieg und Niedergang ganzer Kulturen, Kriege und Revolutionen, technische Entwicklungen -- eben alles das, was uns Menschen ausmacht.

Das Lexikon präsentiert mit sehr kompakten und auf den Punkt genau formulierten Einträgen eine aussagekräftige Übersicht aller wichtigen Daten, Ereignisse und Personen der Weltgeschichte, optisch so aufgebaut, dass man das Gesuchte rasch findet. Dazu tragen insbesondere auch die vielen farbigen Schaubilder bei. Vor allem Kartenmaterial, aber auch Graphiken zur Klärung bestimmter Sachverhalte wie der Organisation der UNO erleichtern das Verständnis und heben den dtv-Atlas über sonstige, rein textgestützte Nachschlagewerke hinaus. Der Aufbau der Bände folgt dem zeitlichen Ablauf unserer Geschichte, zusammengefasst zu thematischen Schwerpunkten wie dem antiken Griechenland, dem Zeitalter Napoleons oder den beiden Weltkriegen. So kann man je nach Bedarf schnell eine historische Epoche mit ihren wichtigsten Eckdaten erfassen oder anhand des sehr umfangreichen Personen- und Sachregisters bestimmte Ereignisse nachschlagen.

Auch in dieser nunmehr 32. Auflage, die auf der 1991 erschienenen, 25. überarbeiteten Edition basiert, stellt der dtv-Atlas ein hervorragendes Nachschlagewerk dar, das man jedem nahe legen kann, der mit historischen Daten zu tun hat. Denn wer kann sich schon jedes Ereignis unserer umfangreichen Geschichte merken? Und wenn man ein solches Lexikon zur Hand hat, muss man das ja eigentlich auch gar nicht.--Joachim Hohwieler

 

·   Der Große Ploetz: Die Enzyklopädie der Weltgeschichte (Gebundene Ausgabe)

            Preis € 98,- ,  Verlag: Vandenhoeck +Ruprecht, 35. Auflage, 2008

 

Kurzbeschreibung
Seit 1863 auf dem Buchmarkt, oft kopiert und nie erreicht: Der Große Ploetz ist das umfassendste deutschsprachige Standardwerk, das in einem Band einen grundlegenden Überblick über die Geschichte aller Zeiten und Regionen gibt.
Die 35. Auflage des Großen Ploetz ist von über achtzig Historikern vollständig überarbeitet worden und erscheint jetzt erstmals durchgehend vierfarbig in neuem Gewand. Auf über 2.000 Seiten erwarten den Leser 200 historische Karten, die die geografische Dimension der Weltgeschichte verdeutlichen, 250 übersichtlich gestaltete Stammtafeln wichtiger Dynastien, Schaubilder zu Verfassungen und Staatsformen und zahlreiche Tabellen. Viele Kapitel wurden komplett oder in den einleitenden und einordnenden Teilen neu geschrieben; die Informationen zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte wurden ausgebaut, ohne dass der Schwerpunkt des Werkes auf die politische Geschichte aufgegeben wurde.

Von der Vorgeschichte über die Antike und das Mittelalter bis in die Neuzeit informiert der große Ploetz über alle Erdteile, Länder, Regionen und Nationen und wird so zum unentbehrlichen Nachschlagewerk, das in keinem Bücherregal fehlen darf.

 

2.    Wie studiere ich Geschichte?  (nicht nur für Studenten) 

Da auch für die Regionalgeschichte das Quellenstudium und das recherchieren in Archiven und Bibliotheken immer wichtiger werden, sind hier zwei recht preiswerte Empfehlungen für das Studium der Geschichte. In beiden Werken finden Sie Hinweise und Arbeitstechniken zur Recherche und zum Quellenstudium

 

·         Einführung in das Geschichtsstudium (Taschenbuch)

            von Stefan Jordan(Autor)

            Preis: € 4,60 ,  Verlag: Reclam Ditzingen, 2005

 

Die "Einführung in das Geschichtsstudium" ist eine Anleitung für Geschichtsinteressierte, für Historiker und die, die es werden wollen. Angefangen bei der Interpretation von Quellen und dem Anfertigen von Hausarbeiten und Referaten, nimmt Jordan dem Leser mit praxisnahem Wissen die Furcht vor dem "großen" wissenschaftlichen Arbeiten.
Die wichtigsten Themen der Geschichtswissenschaft werden angesprochen:
1. Die Universität als Lebens- und Arbeitsraum
2. Geschichte als Wissenschaft (Epochen, Regionen, Was ist Geschichte?)
3. Das historische Material (Quellen, Sekundärliteratur)
4. Literaturrecherche (Bibliothek, Bibliografie, Internet, Archiv)
5. Wissenschaftliche Forschung und Darstellung (Methodik, Konzeption, Formen und Aufbau wissenschaftlicher Darstellungen)

Die sehr kurze Literaturliste gibt einen ausgewählten Überblick, ausreichend kommentiert und kompetent zusammengestellt. Dies hilft dem Leser, sich vor "taugenden" anderer Einführungen zu "schützen".
Dieses Buch ist ohne Einschränkung empfehlenswert für Studienanfänger, fortgeschrittene Studenten, aber auch für Dozenten für den Einsatz in Seminaren.

 

·         Kursbuch Geschichte: Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten (Uni-Taschenbücher M): Tipps und Regeln für wissenschaftliches Arbeiten (Broschiert) von Nils Freytag (Autor), Wolfgang Piereth (Autor)

            Preis: € 9,90,            Verlag. UTB-Schöningh, 2008

 Inhalt:

Das Kursbuch Geschichte ist eine Einführung aus der Praxis für die Praxis. Es entspricht weitgehend dem Technik- und Methodenteil eines historischen Proseminars. Das Kursbuch beantwortet kompetent, kompakt und anschaulich Fragen, die sich Studierende vor allem in ihren ersten Semestern immer wieder stellen: Wie finde ich rasch und erfolgreich geschichtswissenschaftliche Literatur und Quellen? Wie lese und exzerpiere ich gewinnbringend? Welche historischen Nachschlagewerke verwende ich am besten für welchen Zweck? Was bietet das Internet für mein Geschichtsstudium? Wie halte ich ein Referat? Welche Regeln muss ich beim Belegen, Zitieren und Setzen von Fußnoten beachten? Wie schreibe ich eine Hausarbeit? Mit welchen geschichtswissenschaftlichen Methodenfragen werde ich schon in den ersten Semestern konfrontiert?

Inhalt: 1. Voraussetzungen und Chancen eines erfolgreichen Geschichtsstudiums; 2. Literatur und Quellen finden; 3. Literatur und Quellen gewinnbringend lesen; 4. Nachschlagewerke, Orientierungshilfen und Einführungen; 5. Neue Medien und ihr Nutzen für den Historiker; 6. Zeitschriften, Jahrbücher und ihre Schwerpunkte; 7. Zentrale Methodenfragen; 8. Das Referat; 9. Belegen und Zitieren; 10. Die schriftliche Hausarbeit.

 

 

3.         Standardwerke zur Deutschen Geschichte und Technikgeschichte

 

Die beiden folgenden Empfehlungen haben sich schon zu Klassikern entwickelt.

Die Besonderheit des historischen Ansatzes von Wehler macht sich daran fest, dass er keine Geschichte der großen Persönlichkeit schreibt, bzw. Geschichte daran festmacht, sondern sich an den jeweils vorherrschenden wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und sozialen Strukturen orientiert.

  

·         Deutsche Gesellschaftsgeschichte Band 1 - 5 (Broschiert)

            von Hans-Ulrich Wehler (Autor) 

            Preis: € 98,- , Verlag: Beck, 2008

 Ich füge ihnen hier die Beschreibungen der Bände 4 und 5 bei.

Das Gesamtwerk ist jetzt mit Abschluss des 5. Bandes in der o.g. einmaligen Studienausgabe erschienen. Die Einzelbände sind auch als gebundene Ausgaben erhältlich

 

Zu Band 4

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Mit dem vierten und vorletzten Band seiner Deutschen Gesellschaftsgeschichte nähert sich Hans-Ulrich Wehlers Großprojekt seinem Ende. Schon jetzt dürfen wir resümieren: Nicht nur gemessen an seinem Umfang ist das ein großes Werk. Vor nunmehr drei Jahrzehnten hat der Autor seine Arbeit daran mit der Maxime begonnen, dass dabei nicht eine politische Geschichte im herkömmlichen Sinne herauskommen, sondern vielmehr die Genese der Gesellschaft als Wurzelgrund, aber auch Ergebnis des politisch-historischen Geschehens nachgezeichnet werden sollte.

Die Fragen, die dem vierten, den Jahren 1914 bis 1949 gewidmeten Band aus dieser Perspektive unterlegt sind, sind die nach den Ursachen für das Scheitern der Weimarer Republik und den darauf folgenden Absturz der deutschen Kulturnation in die Barbarei des Nationalsozialismus und des Holocaust. Kennzeichnend für das "Zeitalter der Extreme" ist die Radikalisierung der politischen Ränder. Der Würgegriff des totalitär-revolutionären Kommunismus auf der einen und des im Nationalsozialismus gipfelnden radikalen Nationalismus auf der anderen Seite, so Wehlers Fazit, mussten Weimar die Luft abschnüren.

Im Anschluss daran konzentriert sich die Analyse vor allem auf die zwölfjährige NS-Diktatur. Interessant ist hier, welche Aufmerksamkeit Wehler, dem gewiss nicht nachgesagt werden kann, die vielfältigen gesellschaftlichen und politischen Verwerfungen im Vorfeld der "Machtergreifung" von 1933 in ihrer Bedeutung zu unterschätzen, der Person Adolf Hitler widmet. Ohne dessen "charismatische Herrschaft" -- die freilich ein entsprechendes gesellschaftliches Bedürfnis voraussetzte -- hätte es die auf nichts als Vernichtung zielende "Rassenpoltik" der Nationalsozialisten nicht gegeben. Dabei übersieht der Autor keineswegs, dass die Vernichtungspolitik der Nazis sich nicht nur in den großen Vernichtungsfabriken vollzog, sondern in nicht minderem Umfang durch die zahlreichen Erschießungskommandos hinter der Front vollstreckt wurde.

Der 50-seitige Schlussteil, der die "Folgen des zweiten verlorenen Totalen Krieges" bis zum Jahr 1949 resümiert, ist bereits Überleitung zum fünften und abschließenden Band, auf den wir bereits gespannt warten. --Andreas Vierecke

Pressestimmen:
" Dies ist ein grandioses Werk, eines der bedeutendsten der deutschen Geschichtswissenschaft der letzten Jahre. Wer die deutsche Geschichte im Zeitalter der Extreme verstehen will, der muss dieses Buch gelesen haben." (Die Zeit)

Zu Band 5

Kurzbeschreibung:
Hans-Ulrich Wehlers Deutsche Gesellschaftsgeschichte gehört zu den herausragenden historischen Werken unserer Zeit. Vor rund zwanzig Jahren erschien der erste Band über Deutschland von 1700 bis 1815 und wurde sofort ein großer Erfolg. Mit diesem eindrucksvollen fünften Band gelangt ein epochales Werk zum Abschluss, das mehr als dreihundert Jahre deutscher Geschichte umspannt und eine ganze Generation von Historikern geprägt hat. Es wird auf lange Sicht kaum ein anderes Werk geben, das in vergleichbarem Umfang die deutsche Geschichte zur Darstellung bringt.
Wehlers tragendes Konzept ist gleich geblieben - und es trägt auch für die Zeit nach 1945: Politische Herrschaft und Kultur, Wirtschaft, soziale Ungleichheit stehen im Zentrum der Darstellung, die immer wieder die Frage umkreist, wie Herrschaft organisiert wird und welche soziale Realität sie hervorbringt. Dass dabei das Urteil über die DDR höchst kritisch ausfällt, mag nicht weiter überraschen. Doch auch die Bundesrepublik, so zeigt sich, weist bei aller demokratischen Verfasstheit überraschende Kontinuitäten sozialer Schichtung und Ungleichheit auf. Das gern gepflegte Bild von der offenen Gesellschaft mit Aufstiegsmöglichkeiten für jedermann erweist sich bei genauerer Betrachtung als empirisch wenig stichhaltig - vor allem die Kontinuität der Eliten und der Besitzverhältnisse ist, wie Wehler herausarbeitet, ein Kennzeichen auch der westlichen Demokratie der Nachkriegszeit.

 

 ·         Ursprünge der Zukunft: Die Geschichte der Technik in der westlichen Zivilisation (Gebundene Ausgabe)

            von Karl H. Metz (Autor)

            Preis: € 49,90 , Verlag: Schöningh 2006

 

Aus der Amazon.de-Redaktion
Kurzbeschreibung:
Technik ist die Zukunft des Menschen. Schon das erste bewusst gefertigte Werkzeug war auf ein künftiges Handeln gerichtet. Aber die Vergangenheit des Menschen ist die Technik auch: Erst durch den dauerhaften Gebrauch von Werkzeugen erzeugte er Kultur als sozialen Bereich jenseits der Natur. Und stets hat die Technik die Gegenwart mitbestimmt. Eine ganz neue Geschichte der Technik legt Karl H. Metz vor. Er stellt die Technikgeschichte vom Mittelalter bis zur Gegenwart in den Zusammenhang der allgemeinen Geschichte Europas und später Nordamerikas und interpretiert die Geschichte der westlichen Zivilisation als eine Geschichte der technischen Innovation und ihrer Folgen für das Leben der Menschen, für ihre Gesellschaften und für deren Wandel, einen Wandel, der seinerseits wieder Folgen für die Technik hat. Dem Faktor Zeit, dem Rhythmus der Innovationen, der sich immer mehr beschleunigt, je näher die Geschichte der Zukunft rückt, widmet das Buch besondere Aufmerksamkeit. Es lässt sich deshalb auch als eine Geschichte der historischen Zeit lesen, beginnend mit einer sehr langen Periode des Handwerks, die in Schüben in eine Periode der Industrie übergeht, in der erst Jahrhunderte, dann Jahrzehnte an die Stelle der Jahrtausende treten, ehe in der Gegenwart Umrisse einer Technik sichtbar werden, die mit ihrer Eigenzeit selbst den beschleunigten Menschen hinter sich zu lassen scheint. Karl H. Metz hat eine Gesamtdarstellung der Geschichte der Technik vorgelegt, die mehr ist als deren bloße Sachgeschichte. Gut und verständlich geschrieben, hat sie das Zeug zum Standardwerk. Ein großer Wurf!

 

 

 4.    Führer zu Kunstdenkmälern 

Es gibt viele Kunstführer, aber keinen so detaillierten und auf die Regionen bezogenen:

 

·         Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Dehio, Georg : Hessen 1 (Regierungsbezirk Kassel) (Gebundene Ausgabe)

            von Georg Dehio (Autor), Magnus Backes (Autor)

            Preis: € 58,- ,  Verlag: Deutscher Kunstverlag, 

 

·         Dehio - Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler: Hessen 2. Handbuch der Deutschen Kunstdenkmäler: Der Regierungsbezirk Darmstadt (Gebundene Ausgabe)

            vonGeorg Dehio (Autor)      Preis: € 58,-

            Verlag: Deutscher Kunstverlag, Mai 2008,

 Kurzbeschreibung:

Als kunst-und bauhistorisch Interessierter kommt man am Dehio nicht vorbei. Das Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler erscheint seit über hundert Jahren in immer wieder neuen Auflagen und enthält für jeden Ort alle historisch relevanten Bauten und Denkmäler. Die beiden Bände für Hessen erscheinen in einer völlig überarbeiteten Neuauflage. Den Dehio gibt es für alle Bundesländer und das angrenzende deutschsprachige Ausland.

  

5.    Literatur zum Thema „Bombardierungen im 2. Weltkrieg“

 

·         Der Brand. SPIEGEL-Edition Band 35 (Gebundene Ausgabe)

                von Jörg Friedrich (Autor)

            Preis: € 9,90 ,  Verlag: Spiegel Verlag, 2007

 

Aus der Amazon.de-Redaktion:
Im Frühjahr 1945 war Deutschland ein Trümmerfeld: Alle großen und viele mittelgroße Städte lagen nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges in Schutt und Asche. War das Flächenbombardement der Engländer und Amerikaner gegen Deutschland ein Kriegsverbrechen? Diese Frage wirft der Historiker Jörg Friedrich in diesem eindringlichen Buch auf. Der Autor bezeichnet den Bombenkrieg der Alliierten als "Zivilterror". Vor allem den englischen Premier Churchill macht Friedrich für den vermeidbaren Tod Hundertausender Menschen verantwortlich.

Entsprechend hat das Buch bei seinem Erscheinen viel Wirbel ausgelöst: In Großbritannien warfen einige Medien und Historiker dem Autor vor, er wolle die Geschichte verdrehen und die Kriegführung der Alliierten mit den nationalsozialistischen Verbrechen gleichsetzen. Davon allerdings kann keine Rede sein. Friedrich zweifelt nicht daran, dass der Kampf gegen das NS-Regime moralisch gerechtfertigt war. Ebenso verweist er darauf, dass Deutschland zuerst mit der Luftschlacht begann -- Angriffe auf englische Städte wie London und Coventry hatten verheerende Folgen.

Die Art und Weise, wie die Alliierten den Bombenkrieg gegen die deutschen Städte führten, kritisiert der Autor als ebenso unmenschlich wie überflüssig. Die Bomben waren nämlich nicht nur gegen Rüstungsfabriken und Verkehrswege gerichtet. Sie sollten ganz bewusst die Zivilbevölkerung treffen. Deswegen setzten die Alliierten nicht nur Sprengbomben gegen bestimmte Gebäude ein, sondern vor allem Brandbomben. Diese entfachten am Boden unaufhaltsame Feuerstürme, die Menschen, Häuser und alles Brennbare verschlangen.

Das "moral bombing" sollte den Durchhaltewillen der deutschen Bevölkerung brechen. Das misslang jedoch, wie Friedrich konstatiert: Anstatt gegen das nationalsozialistische Regime aufzubegehren, verfielen die Deutschen angesichts des apokalyptischen Bombenhagels in Depression und Apathie. Trotz der erkennbaren militärischen Sinnlosigkeit, so lautet der Vorwurf des Autors, steigerten Engländer und Amerikaner ihre Abwürfe aber immer weiter und nahmen wissentlich ein "Massaker" an der Zivilbevölkerung in Kauf.

Ausführlich schildert Friedrich die Angriffe auf einzelne deutsche Städte: Hamburg und Berlin, Dresden und Pforzheim, Nürnberg, Essen und andere mehr. Er fügt die vielen lokalen Berichte über die Kriegsereignisse zusammen und liefert somit eine Gesamtdarstellung des Bombenkriegs in Deutschland. Neben dem militärischen Verlauf dieser Angriffe und der eingesetzten Waffentechnik interessiert Friedrich vor allem, wie die deutsche Bevölkerung die Bombardements erlebte. Er beschreibt reportagenhaft und mit emotionalisierender Sprache die Allgegenwart der Todesangst, die ständige Flucht vor den Bomben in Keller und Bunker, den Verlust von Angehörigen.

Friedrichs Buch rührt bewusst an ein Tabu. Denn angesichts der barbarischen NS-Verbrechen wollte vor allem in Deutschland lange Zeit niemand die Art der alliierten Kriegsführung in Frage stellen. Friedrich tut genau das -- nicht als rechtsradikaler Geschichtsrevisionist, sondern als Wissenschaftler. Die Debatte um dieses Buch ist ebenso schmerzhaft wie notwendig. --Christoph Peerenboom -

·         Die Zerstörung Kassels am 22. Oktober 1943: Eine Dokumentation (Gebundene Ausgabe)

              von Werner Dettmar (Autor)

              Preis: im Buchhandel vergriffen.

             Wird bei www.amazon.de

             antiquarisch ab € 26,90 angeboten, Verlag Druckerein Hesse          

          

         Das Standardwerk zum Thema für Kassel

Hier der Klappentext:

Eine umfassende Dokumentation des britischen Luftangriffs vom 22. Oktober 1943 mit bisher weitgehend unveröffentlichtem Material.

Die Vorbereitung, die militärische und zivile Abwehr, und die Folgen des Angriffs werden anhand von Dokumenten, Kartenmaterial, Erlebnisberichten und einem großen Bildteil dargestellt.

Zahlreiche Fotos – darunter Schrägbild-Luftaufnahmen des unzerstörten Stadtbildes – zeigen Kassel in den zwanziger und dreißiger Jahren.

Ein historischer Rückblick mit Äußerungen von Politikern und Militärs verdeutlicht die Eskalation des Luftkrieges

 

 

  6.    Literatur zum Schlieffen-Projekt

 

 ·         Der Soldatenhandel deutscher Fürsten nach Amerika (Gebundene Ausgabe)

            von Friedrich Kapp (Autor)

            Preis: € 19,90,  Verlag: Melchior, Wolffenbüttel, 2006

 

Kurzbeschreibung von Amazon:

Hochinteressant und bedrückend! Der Soldatenhandel deutscher Fürsten nach Amerika


Besseren Sold, reiche Beute und rotes Gold versprachen die Werber den Männern, die von Deutschland aus für England in den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg zogen und ziehen mussten. Ganze Armeen wurden von einigen deutschen Landesfürsten verkauft und ins sagenhafte Amerika verschifft. Sie lieferten England alles, was nur aufzutreiben war und machten daraus einen einträglichen Handel. Was aus den Menschen wurde, kümmerte die Hoheiten nicht. Sie schickten ganz junge, alte oder gar kranke Männer als Söldner nach Amerika. Von den verkauften 19.000 Hessen kam nur die Hälfte wieder in die Heimat zurück. Nur wenige sind im Kampf gefallen, dagegen 4.000 Mann an Krankheiten wie Ruhr und Typhus oder Erfrierung gestorben und 3.000 freiwillig in Amerika geblieben.
Sachkundig, eindrucksvoll und auch empört beschreibt Autor Friedrich Kapp die Zustände des Menschenhandels, der vielen Herrschern des 18. Jahrhunderts dringend benötigte Einkünfte sicherte. Ein seltenes und frühes Zeugnis über die einträglichen Geschäfte des Adels mit der Ware Mensch!

 

 

·         Mirabeau, Schlieffen und die nach Amerika verkauften Hessen. Zwei zeitgenössische Pamphlete zum "Soldatenhandel" für den amerikanischen Unabhängigkeitskrieg (Taschenbuch)

             Original-Texte von Mirabeau und Schlieffen

            Der Winter, der ein Sommer war. (Broschiert)

            von Sandra Paretti (Autor)

 

eine Leser-Rezension aus Amazon:

Sandra Paretti ist ein Meisterwerk gelungen, das in zweierlei Hinsicht brilliert: Die exzellente Geschichtskenntnis der tatsächlichen historischen Ereignisse um die Landgrafschaft Hessen-Kassel und der gerade entstehenden USA einerseits und die gefühlvoll erzählte Geschichte um die Familien Haynau und Skelnik.
Auch die erzählten Ereignisse um die Menschen dieser Zeit herum stimmt mit der damaligen, in Hessen-Kassel recht armseligen Wirklichkeit überein (Der Aufstand gegen die Press-Kommandos in Altenbauna).
Die Einbindung von real existierenden Personen, wie Oberst Rall, dem Landgrafen, George Washington und anderen gibt dem Roman die Qualität, durchaus als historisch korrekt zu gelten.
Das ist aber nur das Eine.
Das andere ist die fließende Erzählweise, die die teilweise dramatischen Ereignisse den Leser dennoch ertragen lassen.
Vielleicht gerade deshalb, weil die schwere Historie, die miterzählt wird, von einer Frau aufgearbeitet wurde, erreicht die Autorin eine innere Harmonie des Werkes, die z.B. Leo Tolstoi bei seinem großen Werk "Krieg und Frieden" nicht ganz gelingt. (Womit ich Tolstoi nicht kritisieren möchte, ich liebe sein Werk "Krieg und Frieden" sehr!)
"Der Winter der ein Sommer war" ist auch als Fernseh-Mehrteiler zu empfehlen, da der in den 70-er Jahren entstandene Film mit Heinz Baumann als Rall, Sigmar Solbach als Robert v. Haynau (Skelnik), Christian Quadflieg als Claus v. Haynau, Horst Frank als Soermann und anderen bekannten Schauspielern dem Buch sehr nahekommt. Ich kenne wenige Filmwerke von Romanen, die derart detailgetreu und gefühlvoll inszeniert wurden.
Der Film wird der Geschichte der damaligen Zeit UND dem Roman gerecht und war kein teures Spektakel, wie wir es heute kennen.

Nicht zuletzt ist das Buch für Menschen, die die erzählte Region um Oberhessen / Ziegenhain kennen ein zusätzlicher Aspekt.

Alles in allem: brillant! und lesenswert für Geschichtsliebhaber gleichgut, wie für Roman-Verschlinger

 

 ·         Georg Forster oder Die Liebe zur Welt (Taschenbuch)

           von Klaus Harpprecht (Autor)

 

 ·         Wir Wilhelm von Gottes Gnaden (Gebundene Ausgabe)

           von Rainer von Hessen (Herausgeber)

           Verlag: Campus Verlag GmbH (1996)

Kurzbeschreibung
Kaum eine Persönlichkeit des deutschen Spätabsolutismus erscheint im Urteil ihrer Zeitgenossen und der Nachwelt so zwiespältig wie Kurfürst Wilhelm I. von Hessen. Die einen warfen ihm vor, dass er das ˜Blut seines Volkes verkaufte, um seine Schatzkammern zu füllen.
Zum Unterhalt seiner unehelichen Nachkommenschaft erhöhte er die Salzsteuer, durch riskante Außenpolitik verlor er sein Land an Napoleon.
Anderen galt er als Patriot, der zwanzig Jahre vor Preußen zur Volksbewaffnung aufrief. Von Kaisern und Königen wurde er als Darlehensgeber gewürdigt. Seine Kreditpolitik galt als zukunftsweisend.
Um Rechenschaft über sein Handeln abzulegen, beginnt Wilhelm I. von Hessen bereits in jungen Jahren, tagebuchartig sein Leben aufzuschreiben. Er gesteht Schwächen offen ein, wodurch er seinen Sohn und Nachfolger vor der Wiederholung väterlicher Fehler zu bewahren hofft.

Klappentext
»Das Beispiel eines Vaters und die Erfahrung, die er sich selbst erworben hat, waren stets die besten Lehrmeister. Ebendies hat mich bewogen, diese Erinnerungen niederzuschreiben. Ich habe sie wahrheitsgetreu aufgezeichnet, ohne etwas zu verhehlen, um Ihnen in mancher Hinsicht die Fehler zu ersparen, die zu vermeiden einem jeden Herrscher so schwer fällt, zumal, wenn er am Anfang seiner Regierung steht. Möge die Darstellung der meinigen und meiner Schwächen, ebenso wie der Verdruss, den sie mir zugezogen, einigen Einfluss auf Ihre Handlungsweise ausüben. Wilhelm I. in der Zueignung der Lebenserinnerungen an seinen Sohn

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                               

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 

 

 

 

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